Jahresrückblick 2025
Und schon ist wieder Zeit für einen weiteren Jahresrückblick, das geht ja wirklich immer schneller! Viel Spass beim Lesen.
Die erste Woche des neuen Jahres habe ich genutzt, um den Behandlungsraum meiner Praxis neu zu streichen. Lang war es her, dass ich zuletzt mit Pinsel, Farbkübel und Leiter hantiert hatte, aber es war wirklich nötig und so machte mich ans Werk. Am Ende der Woche erstrahlte die Praxis in neuem, frischem Weiss und ich fühlte mich bereit, ins neue Arbeitsjahr einzusteigen.
Passend zu den neuen Wänden hatte ich mir auch ein neues Bildkonzept ausgedacht: zu jeder Jahreszeit sollte ein anderes Bild hängen: vier Fotos, die ich selber aufgenommen hatte und die (da wir uns ja in Basel befinden) alle hier entstanden waren. Ich hätte zwar sicher bemerkenswertere, atmeberaubendere Bilder finden können, aber es war mir wichtig, mit den Bildern auch etwas auszusagen: nämlich, dass wir im Kleinen, Unscheinbaren, dem wir täglich auf der Strasse begegnen, immer wieder unglaubliche Schönheit und Anmut finden können.

So zeigt das Frühlingsbild die frischen Blüten eines Kirschbaums vor dem Hintergrund einer modernen Glasfassade. Die Sonne scheint über das Ganze und erinnert uns, dass der Frühling überall schön ist: nicht nur im Wald, sondern auch an einer vielbefahrenen Kreuzung in der Aeschenvorstadt, wo das Bild entstanden ist.

Das Sommerbild zeigt Markus Rätz’ Kunstwerk in den Meriangärten, das erstaunlich viele Leute nicht kennen. Als grosser Fan seines Werks trage ich gern dazu bei, dass Markus Rätz zumindest hier in der Schweiz noch bekannter wird. Seine Gedanken zum Thema Perspektiven sind so einfach wie treffend und der Humor, der durch sein gesamtes Werk hindurchfunkelt, spricht mich immer wieder neu an.

Das Herbstbild zeigt schlicht die umwerfenden Farben dieser Jahreszeit. Dieser Baum ist übrigens in der Zwischenzeit gefällt worden, was mich daran erinnert: immer, wenn es schönes Fotosujet auftaucht, sollte man sich den kurzen Moment Zeit nehmen, es festzuhalten, denn wer weiss, wie lange es so noch zu sehen sein wird…

Das Winterbild ist eine Laternenblume, deren Blüte sich aufgelöst hat — bis auf das Adersystem, das sie zu Lebzeiten mit Wasser und Nährstoffen versorgt hat. Wie stark es an Gefässsysteme in menschlichen Geweben erinnert! So verschieden, denke ich mir beim Anblick dieses Bildes, so verschieden sind wir Lebewesen ja gar nicht.
Der Jahresstart war für mich anderweitig etwas unerfreulich, da ich einen Rücken-Rückfall hatte. Besonders frustrierend war das, weil ich die empfohlenen TRX-Übungen zur Kräftigung des Rumpfs sehr gewissenhaft gemacht hatte und auch regelmässig geschwommen war. Der Rückfall passierte tatsächlich direkt nach einem Schwimmtraining, als ich in der Sauna sass, mich entspannte und dabei eine falsche Bewegung machte. Blöd! Die Schmerzen waren gleich wie beim ersten Bandscheibenvorfall, aber zum Glück gab es diesmal keine sensomotorischen Ausfälle. Da ich ja schon Bescheid wusste, ging ich gar nicht zum Arzt, auch nicht in die Physio, sondern nur in die Massage und verdoppelte die Intensität meiner TRX-Übungen. Und siehe da: nach 4 Monaten waren die Ausstrahlungen ins Bein und auch die Kreuzschmerzen wieder weg. Mittlerweile bin ich wieder seit mehr als einem halben Jahr schmerzfrei und das erfreut mich sehr. Arbeitsausfälle hatte ich keine. Schön!
Das Jahr verlief ansonsten wie immer: schöne, interessante, lustige und auch berührende Momente bei der Arbeit in der Praxis. Dazu ist bei uns zuhause ein Kater eingezogen, der seither zwar nicht die Praxis, dafür aber umso mehr unser Privatleben bereichert.
Was noch erwähnt werden muss, ist der Prosektionskurs, den ich diesen Herbst am anatomischen Institut in Basel belegen durfte. Der Fokus war speziell auf Faszien gelegt und wir haben viel über diese Struktur gelernt. Da es für mich der erste Kurs war, in welchem mit einem Körperspender gearbeitet wurde, war auch diese Erfahung neu und hochpsannend. Vielen Dank an die Leitenden dieses Kurses, die mit viel Einfühlungsvermögen vorgegangen sind.
Und schon war es wieder Zeit, eine Weihnachtskarte zu gestalten. Das ist immer eine schöne Arbeit, die mich in die richtige Jahresend-Stimmung bringt. Vielen Dank noch einmal an alle, die mir dieses Jahr begegnet sind und es dadurch erfahrungsreicher gemacht haben! Auf ein neues in Bälde — und in alter Frische!